Drachen im Doppelpack

Lothar
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Re: Drachen im Doppelpack

Beitragvon Lothar » Mo 27. Nov 2017, 15:21

Tja ihr Drachenbändiger,

manches kann man eben mit wenigen Worten gut erklären :lol:

Grüße

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Re: Drachen im Doppelpack

Beitragvon nordharry » Mo 27. Nov 2017, 20:46

Recht haste Lothar :lol:
Aufgekommen ist die Sache weil ein Harry einen Drachen in Glückstadt gesehen hat, dessen Heckspiegel gerundet war. Dann guckste Bilder und zweifelst an den Augen. Oder an den Bildern :lol:

Nochmals danke, bis denne

Eure Nordharrys

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Re: Drachen im Doppelpack

Beitragvon Lothar » Mo 27. Nov 2017, 21:14

Hallo Harrys,

Ich habe mir eben nochmal Originalzeichnungen angesehen. Der Spiegel ist eben. Die Oberkante weisst natürlich wegen der Balkenbucht eine Kurve auf.

Grüße

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nordharry
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Re: Drachen im Doppelpack

Beitragvon nordharry » Di 5. Dez 2017, 20:50

Hallo Lothar,

danke für die Mühe. Nach deiner Ifo "platt" hab ich nicht gezögert und den Spiegel - platt wie er angebracht war - verschliffen.
BAld schreibe ich auch wieder über die Fortschritte, versprochen.

Liebe Grüße

Harald, einer von den Nordharrys

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Re: Drachen im Doppelpack

Beitragvon nordharry » Sa 6. Jan 2018, 19:10

Hallo, da sind wir wieder, die Nordharrys,

der aktuelle Status der beiden Drachen:

Tessa, Harry's Drachen ist schon gut beisammen. Das mit Magneten gehaltene Schott zum Achterschiff ist eingebaut. Somit kommt er an die Ruderanlage und Schlauchwerk für die "Entwässerung". Mit Magneten deshalb, weil der Platz zum verschrauben wegen des Süllrands fehlt. Man kann jetzt das Schott - mehr oder weniger - blind hinter den Süllrand schieben und die Magneten platzieren und dichten es. Zwischen Spannt und Schott ist eine Neoprendichtung die auf dem Schott verklebt ist.
Der viel erwähnte Süllrand ist fast fertig. Er ist 3-schichtig gearbeitet. Die Lagen sind Kirschholz, Sperrholz und wieder Kirschholz, jede für sich gebogen und mit der nächsten Schicht verleimt. Die folgenden Bilder erklären vermutlich besser als Worte-

20171213_214742_1515169390044_resized.jpg


Die Plicht ist noch nicht gestaltet, es gibt bisher Pläne, aber keine Skizze o.ä.. Sicher ist das es eine Lösung mit doppeltem Boden wird. Zum Heck ist alles dicht und vor der Kajütenwand ebenfalls. Wasser kann also nur in die Plicht schwappen, durch den Boden in die Wanne darunter. Dann soll eine Pumpe das Wasser nach draußen befördern.

Die Kajütwand steht weitestgehend auch schon. Sie wird zum Bug fest und dicht sein. Der Zugriff auf die Einbauten erfolgt über das Kajütendach. Das Gerüst für die Kajüte steht bei der Tessa auch. Um Stirnholz, massive Eckleisten etc. zu vermeiden und am Original zu sein wird die Kajütenwand wie der Süllrand hergestellt. Aber soweit ist es noch nicht.

Ich, Harald, habe jetzt den Rumpf mit 27g/m² Glasgewebematte und Epoxidharz ausgelegt. Nach einen weiteren Anschliff und dünnem Harzauftrag will ich endlich an die Kajütwand, Süllrand und so weiter ran.

Um uns auf den Mastbau vorzubereiten haben Harry und ich schon mal die Segel bei Firma Latsch bestellt. Sie wurden zügig geliefert und wir sind hellauf begeistert - dies ist eine Empfehlung! Und die Lagerung ist auch schon gelöst. Zwei Regenfallrohre aus Kunststoff mit von Harry gedrehten Holzdeckeln und Löchern zur Luftzirkulation. Falls sie mal jemals feucht werden :lol: .

Wo wir uns noch nicht im Klaren sind ist die Führung der Großschot.
Eine Variante: Hinter dem Mast durchs Deck, über eine Rolle am Baum unter dem Baum längs zum Anschlagpunkt am Baum. Dort wieder eine Rollen und mit Flaschenzug und Fixpunkt enden.
Andere Variante: Unter der Plicht im Inneren einer Holzsäule mit Rohr hochkommen (ist ja über der Wasserlinie) und die Säule mit einem Travellerbalken seitlich stützen.
Hat jemand eine anderen Lösung, wir wollen ja Durchbrüche vermeiden, aber ohne geht's nicht.

Im Folgenden noch ein paar Bilder zur Veranschaulichung des Bauberichts.

20171213_211330_1515169385439_resized.jpg


20180103_205430_1515169397612_resized.jpg


Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße

die Nordharrys

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Re: Drachen im Doppelpack

Beitragvon nordharry » Di 20. Feb 2018, 20:10

Hallo zusammen,

was jetzt folgt kennt Oliver bereits aus unserem Mailverkehr. Es könnte ja aber mehr Modellbauer geben, die ihren Bootskiel wie Oliver nach unserem Muster bauen wollen. Deshalb hier eine kurze Beschreibung auf seiner Bauberichtsseite, bei den Nordharrys werde ich diesen Text auch einfügen.
Vorbereitend zum Bleiguss wurde der Kiel ausgelitert. Nach und mit den Spanten im Kielbereich wurde ein positives Kielmodell aus Schaumstoff gebaut (Spanten + Materialstärke der Beplankung). Im späteren Formkasten wurde die Form so lange angepasst, bis die Wasserverdrängung ca. 9 Kg Blei entsprach. Lothars Empfehlung sind ja 8 Kg. Vom Positiv haben wir mit Modellgips eine zweiteilige Gussform gegossen. Eine Woche schön durchtrocknen lassen und ein wenig Nacharbeit - fertig. Die Berührungsflächen des zweigeteilten Kasten hatte Harry sauber aufeinander angepasst und den Kasten dann mit Schraubzwingen zusammen gepresst. Dann Blei verflüssigen vorsichtig und gleichmäßig in die Form gegossen. Nicht absetzen oder kühl werden lassen und dann versuchen die nächste Lage drauf zu gießen - das geht nicht, es gibt dann keine Verbindung der einzelnen Gussetappen.
20170405_190126_1491762383017_resized.jpg

Bild Rohling
Der Gussrohling wird dann ordentlich geputzt, und in Form gebracht. Dazu haben wir den abgesägten Kiel dicht gemacht. Das Totholz dient zum Verschluss des Rumpfs und zum Ausgleich /Anpassen des Kiels an das Modellmaß. Die Kontaktfläche Kiel/Rumpf wir per Schablone übertragen und dann kann das Abtragen überschüssigen Bleis beginnen. So sind wir auf derzeit 8,5 Kg Kielgewicht gekommen. Erst mal, sollte das zu viel sein können wir immer noch etwas wegnehmen.
Mit einer Bohrschablone wurden die Löcher für die Stehbolzen in den Kiel gebohrt. Übertragen auf das Totholz und dann konnte der Kiel untergeschraubt werden. Die Kontaktfläche ist mit Epoxidharz bestrichen worden, damit wurden auch die Bolzen verklebt. Da wir schlecht im Rumpf sehen konnten wo die Muttern angesetzt werden müssen haben wir mit einer Faseroptik geguckt und das Bild auf ein Tablet übertragen. Der Rumpf war ja noch auf dem Baubrett. Akkuschrauber, biegsame Welle und passende Nuss , etwas "Gefreggel" und er Kiel war drunter. Von innen ebenfalls etwas Epoxid ohne die Muttern zu verkleben - fertig.
Jetzt kann der Rump und der Kiel endgültig angepasst werden, keine Übergangsstelle zwischen Rumpf und Kiel ist zu sehen.
Hier sei gesagt, dass die Gussform zumindest von Oliver noch genutzt werden kann. Wenn sie es überlebt, Gips ist ja nicht unbedingt das Stabilste, stellen wir sie gern auch anderen Modellbauern zur Verfügung ,für den Fall das sie ebenfalls so bauen wollen. Die Positivform ist in jedem Fall da und kann für Abgüsse der Negativform verwendet werden.
20180217_160229_1518893729215_resized.jpg

Bild Gussausrüstung
IMG-20170318-WA0004_1489868429252 (2).jpg

Bild Kiel auf dem Rumpf

Für Fragen gern zur Verfügung

Gruß

die Nordharrys

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Re: Drachen im Doppelpack

Beitragvon Lothar » Mi 21. Feb 2018, 23:50

Schön gemacht!

Und toll, dass die Form noch anderen zugänglich gemacht werden kann.

Geht vorsichtig damit um :mrgreen:

Grüße

Lothar
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